Spätsommer? Frühherbst?

Egal wie man dazu sagen möchte, es ist wiedereinmal wunderschön hier.

Es ist ruhiger geworden in der Stadt, aber wenn man vom Haus aus zum Seeufer hinunter schaut, stellt man fest, dass die Freiflächen auf dem Rasen zwar größer geworden sind, es aber noch viele Sonnenbader gibt und auch Hartgesottene die weit hinaus schwimmen.

Für mich ist jetzt eher die Fahrradzeit angebrochen. Gestern war ich mit einer Freundin beim Bootshafen in Lochau und habe von der „alten Fähre“ aus den Sonnenuntergang bewundert. Es gibt dort zwar nur Kleinigkeiten zum Essen, aber  ich mit einer Protion Süßkartoffelpommes und einem weißen Spritzer läßt sich wunderbar in den Sonnenuntergang hinein philosophieren.

Schöne Grüße vom See

Mit dem Rad am See

Der Radweg um den Bodensee ist zu schön um noch ein Geheimtipp zu sein. Deshalb ist er leider im Sommer sehr sehr voll.

Gerade die Strecke unterhalb der Wohnung zwischen Bregenz und Lochau ist manchmal grenzwertig voll und es braucht gute Nerven zwischen Badenden, Läufern, Hunden, spielenden Kindern und (manchmal) egoistischen Rennradlern heil durch zu kommen. Ich hoffe trotzdem, dass das so bleibt – es gibt so wenig Plätze, bei denen auf mitmenschliche Vernunft anstelle von Regeln und Verboten gesetzt wird.

 10 km oder (viel) mehr: die deutschen Städtchen am See

Jetzt in der Zeit nach Ostern ist es nicht ganz so schlimm und ich liebe es, auf einen Kaffee oder ein Eis nach Lindau zu radeln. Ab Lochau wird es auch etwas entspannter, hier ist der Weg über große Teile nur für Radfahrer.

Für mich ist die „Radtour“ meist in Lindau zu Ende, ich bummle zu gerne auf der Insel und sitze dann am Hafen auf einen Drink. Entlang des deutschen Bodenseeufers laden aber noch eine ganze Reihe hübscher Orte und schöner Landschaftsteile zum Genießen ein:

Bis Friedrichshafen sind es noch weitere 20 km, hübsch am Weg: Bad Schachen,  die Halbinsel von Wasserburg und das kleine Dörfchen Eriskirch. Wenn du noch fit bist, solltest du weiter radeln, denn  Meersburg – direkt am See und von Weinbergen umgeben – ist wirklich ein paar Schweißperlen wert  (ab Friedrichshafen nochmals knapp 20 km).

Das Besondere:  Man muss vorher gar nicht wissen, wie gut die Kondition und Radllust ist, denn wenn man nicht mehr weiter treten mag, sucht man den nächsten Hafen und lässt sich mit dem Schiff heim bringen.

Viel Natur in Richtung Schweiz

Wenn man links dem See entlang fährt, geht es auf einem schönen Fahrradweg vorbei an den Bregenzer Seeanlagen und der Seebühne durch viel Grün nach Fußach und von dort einen Rundweg durch das Naturschutzgebiet Rheindelta. Es gibt immer wieder Badegelegenheiten, schattige Plätzchen und einladende Restaurants. Zurück fährt man am besten ab Fußach wieder dieselbe Strecke.

 Um den See herum

Wer es versuchen will: Rund um den Bodensee sind es 260 km, du wärst nicht der erste, der das an einem Tag schafft, aber du könntest schon stolz auf dich sein. Man kann das Ganze auch abkürzen, ab Friedrichshafen und Meersburg gibt es Fähren, welche die „Umrundung“ leichter machen.

Externe Links

Fahrräder ausleihen  (Nähe Eispavillon am See)

Bodensee-Radweg

Fahrplan2019-Kursschiffe

Rheindeltatour und weitere Radwege

 

 

Wanderung auf den Haggen

Wunderbar warme Föhnstimmung – ich habe meine kleine Lieblingswanderung genossen. Fast direkt beim Haus kann man in den Wanderweg auf den Haggen einsteigen. 

Der Weg ist in vielerlei Hinsicht besonders. Wenig begangen führt er durch ein Stück sehr naturbelassenen Waldes,  vorbei an wenigen bemerkenswerten Villen, einem bemoosten Miniwasserfall, umgefallenen Bäumen, großen Steinen, die vor langer Zeit vom Pfänder herunter gedonnert sind.

Du findest aber auch Reste der alten Befestigungsmauer von Bregenz. Zwei  Tafeln erzählen davon, dass hier die Schweden Bregenz erobert haben. Viel Blut ist damals geflossen. 

Wenn man aus dem Wald heraus kommt, tut sich einmal mehr ein wunderbarer Blick über den Bodensee auf und man kommt an dem Platz vorbei, an dem Gerhard Winkler gelebt hat. Den Namen kennt man vielleicht nicht, wohl aber seine Kompositionen: „Die Fischerin vom Bodensee“ , „Fliege mit mir in die Heimat“…. Bisschen kitschig und nicht jedermanns Sache, aber romantische Anwandlungen könnte man schon bekommen, wenn man da oben steht.

Man könnte jetzt auf einem andern steileren Weg wieder zurück gehen oder einen Umweg über Lochau machen und dem See entlang nach Hause gehen. Mich zieht es fast immer noch fünf Minuten weiter hinauf in das Gasthaus Seibl. Früher ein Geheimtipp, seit dem Umbau etwas zu oft weitergegeben, ist er besonders bei schönem Wetter einen Aufenthalt wert – nicht nur weil der Gastgarten einen atemberaubenden Blick bietet, auch weil Hunde und Kinder und überhaupt alle Gäste herzlich willkommen sind. Auf das Essen muss man manchmal etwas warten, aber es gilt ja auszuschnaufen.

Wer dann will, kann weiter auf den Pfänder gehen – das steilste Stück ist geschafft – und sich mit der Pfänderbahn ins Tal bringen lassen.

Die Website des Gasthauses ist derzeit nicht erreichbar. Reservierungen bei guten Wetter sind dennoch sehr empfehlenswert: +43 5574 43 3 40

Wir haben Wetter

Heute kein See.

Hinter der grauen Wand vor meinem Fenster hätte alles Mögliche sein können heute Vormittag. In der Nähe von Gewässern ist das gerade im Herbst immer wieder der Fall. Wetter kann man nicht kaufen, wie gut!

Die Gäste in der Wohnung haben den Nebel genutzt um gaaanz ausgiebig zu frühstücken. Sie hätten aber auch die Webcam vom Pfänder anschauen können und wären dann wohl ganz schnell hinauf gefahren, hätten dieses ganz besondere Erlebnis genossen, wenn die Bahn plötzlich aus dem Nebel heraus gleitet und der Himmel so blau und strahlend scheint. Und dann hätten sie in der klaren Morgensonne den Blick über das Nebelmeer genossen.

Bald danach hat sich der Nebel dann auch im Tal gelichtet um einem wunderbar warmen Herbsttag Platz zu machen. Ein bisschen dunstig ist er der See und es sind schon viel weniger Boote als im Sommer.

Und der Sonnenuntergang wird sicher wieder ein ganz besonderer sein.

Externer Link: Webcam Pfänder