Spätsommer? Frühherbst?

Egal wie man dazu sagen möchte, es ist wiedereinmal wunderschön hier.

Es ist ruhiger geworden in der Stadt, aber wenn man vom Haus aus zum Seeufer hinunter schaut, stellt man fest, dass die Freiflächen auf dem Rasen zwar größer geworden sind, es aber noch viele Sonnenbader gibt und auch Hartgesottene die weit hinaus schwimmen.

Für mich ist jetzt eher die Fahrradzeit angebrochen. Gestern war ich mit einer Freundin beim Bootshafen in Lochau und habe von der „alten Fähre“ aus den Sonnenuntergang bewundert. Es gibt dort zwar nur Kleinigkeiten zum Essen, aber  ich mit einer Protion Süßkartoffelpommes und einem weißen Spritzer läßt sich wunderbar in den Sonnenuntergang hinein philosophieren.

Schöne Grüße vom See

Das schönste Schiff auf dem Bodensee…

… ist – da sind sich viele einig – die Hohentwiel.

Schon sehr heruntergekommen und rostig wartete der 1913 erbaute Schaufelraddampfer auf seine Verschrottung als sich eine Gruppe Idealisten zusammen tat und die alte Lady in liebevoller Handarbeit zum alten Glanz verhalf. Die Hohentwiel wird seither von einer eigenständigen Schifffahrtsgesellschaft betrieben und wenn man genug Geld hat, kann man sie stunden- und tageweise chartern.

Das besondere Flair lässt sich auch eine Nummer kleiner genießen: es gibt die unterschiedlichsten Ausflugs- und Themenfahrten. Etwas ganz Besonderes sind die Festspielfahrten: Nach einem feinen Essen und einer Einführung zur Oper wird man direkt zum Landungssteg der Bregenzer Festspiele gebracht.

Externer Link: Homepage der Hohentwiel

 

Ausflug in die Schweiz

St. Gallen, das ist:

  • UNESCO Weltkulturerbe Klosterbezirk
  • Barocke Kathedrale (Tipp: Schau dich in Tauchbecken an 😉  )
  • Stiftbibliothek
  • eine wunderschöne, romantische Altstadt
  • viele kleine und größere Geschäfte
  • Restaurants und Cafes wo man draußen sitzen kann
  • nur etwa 40 Autominuten entfernt

Sei aber gewarnt, St. Gallen ist eines nicht: preisgünstig. Das ist in der ganzen Schweiz so und hat schlicht mit dem Frankenkurs zu tun. So wundert es nicht, dass viele Autos mit schweizerischen Kennzeichen vor den grenznahen österreichischen Einkaufszentren stehen – und andererseits in den hübschen Gässchen von St. Gallen immer wieder geschlossene Geschäfte zu finden sind. Ich finde, St. Gallen ist trotzdem einen Ausflug wert, gerade der Klosterbezirk hat ein ganz eigenes Flair, ich sitze gerne ein paar Minuten unter den beeindruckenden Deckengemälden des Doms und lasse mich dann zu einem Kakao oder Eisbecher mit Schweizer Schokolade verführen.

Da die Autobahn mautpflichtig ist, wählst du entweder die längere Anfahrt über Bundesstraßen oder du verbindest den Ausflug mit einer Fahrt auf den Säntis, wo du bei schönem Wetter einen beeindruckenden Blick über die Alpen erlebst.

Anmerkung: Wir waren am Sonntag Vormittag in St. Gallen, deshalb die leeren Gassen und langen Schatten.

Externe Links zum Thema:

Infos zu St. Gallen

Säntis

Auf Kunst einlassen

Es gibt Gäste, die extra deswegen hierher kommen, aber viele haben noch nie davon gehört, dass Bregenz auch in Sachen Kunst etwas ganz Besonderes zu bieten haben: das Kunsthaus Bregenz.

Es ist auch von außen ein sehr spannendes Gebäude, besonders in der Nacht spielt es die unterschiedlichsten Stückln. Wer beispielsweise im letzten Sommer da war, konnte Baghira, Balu und Shir Khan über die Wand huschen sehen, meist zeigt sich die Glasfront eher mit farbigen Lichtspielen.

Wie wäre es damit, auch einen Schritt ins Innere des Hauses zu wegen,  vielleicht wenn das Wetter nicht so perfekt ist –  einmal moderner Kunst eine Chance zu geben. Wer weiß schon, was so ein Besuch im Kunsthaus mit dir macht? Möglicherweise wird etwas ganz Neues in dir angestoßen.

Ich gehe gerne für ein paar Stunden da hin, wenn wieder eine neue Ausstellung ist, mir tut es aber gut, wenn ich bei einer Führung mitgehe. Das würde ich für einen ersten Besuch auf jeden Fall empfehlen. Termine und aktuelle Ausstellung auf der Homepage:

Externer Link:  Kunsthaus Bregenz

(Das Beitragsbild stammt aus einem Video von Ed Atkins, dessen Ausstellung gerade eröffnet wurde)

 

 

 

Beziehung genießen

Es gibt ja schon einige Dinge, die man mit einem lieben Menschen machen kann. Ich empfehle euch heute ein richtig feines, gemütliches Essen, eines das wenig Vorbereitung benötigt, ein bisschen romantisches Feuerchen bietet und vieeeeel Zeit für gute Gespräche, um Zweisamkeit zu genießen: ein Käsefondue. Versucht es, auch wenn es nicht am Bodensee erfunden wurde, gibt es hier die wichtigste Zutat: hervorragenden, frischer Käse.

Das benötigte Geschirr bekommt ihr auf Anfrage gerne von mir, wenn ihr mögt auch alle Zutaten zum Selbstkostenpreis:

  • gute Käsesorten, richtig gemischt
  • Weißwein, vielleicht ein Gläschen Kirschbrand, Knoblauch
  • frisches Weißbrot mit Kruste
  • (Birnenstückchen, Trauben, Essiggurkerln… nach Geschmack)

Streichelt die Seele übrigens bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Probiert es aus.

der Herbst, der See und du

Der See gehört dir in diesen herbstlichen Tagen.  Manchmal ist ungetrübter Sonnenschein und die Blätter heben sich fast knallig ab vom Blau des Himmels, an anderen Tagen aber hängen Nebelfetzen über dem See.

Die Spazierrunde in Lochau, vom „Schwarzbad“ zur Landesgrenze  (und wenn man will auch auf der deutschen Seite)  ist zu jeder Jahreszeit schön, aber jetzt hat sie etwas Meditatives, je nach Wetter auch Mystisches, dem man sich nicht entziehen sollte. Die Touristen sind wieder zu Hause bei ihrer Arbeit und dort wo im Sommer Kindergelächter und Badegewimmel herrschte, ist es jetzt fast menschenleer und wunderbar still.

Vielleicht magst du den warmen Tee danach daheim in der warmen Wohnung genießen. Du kannst dich aber auch im Hotel am Kaiserstrand aufwärmen.  Bei ganz schlechtem Wetter empfiehlt sich das Day-Spa, das auf Anfrage auch für externe Gäste angeboten wird.

Du könntest auch noch ins Dorf Lochau bummeln. Die Auswahl an Geschäften hält sich sehr in Grenzen, aber seit einigen Monaten gibt es den Platzhirsch, ein hübsches Kaffeehaus, das sich zum Treffpunkt vieler Einheimischer entwickelt hat.

Externer Link:

Hotel am Kaiserstrand

Cafe Platzhirsch

 

Wanderung auf den Haggen

Wunderbar warme Föhnstimmung – ich habe meine kleine Lieblingswanderung genossen. Fast direkt beim Haus kann man in den Wanderweg auf den Haggen einsteigen. 

Der Weg ist in vielerlei Hinsicht besonders. Wenig begangen führt er durch ein Stück sehr naturbelassenen Waldes,  vorbei an wenigen bemerkenswerten Villen, einem bemoosten Miniwasserfall, umgefallenen Bäumen, großen Steinen, die vor langer Zeit vom Pfänder herunter gedonnert sind.

Du findest aber auch Reste der alten Befestigungsmauer von Bregenz. Zwei  Tafeln erzählen davon, dass hier die Schweden Bregenz erobert haben. Viel Blut ist damals geflossen. 

Wenn man aus dem Wald heraus kommt, tut sich einmal mehr ein wunderbarer Blick über den Bodensee auf und man kommt an dem Platz vorbei, an dem Gerhard Winkler gelebt hat. Den Namen kennt man vielleicht nicht, wohl aber seine Kompositionen: „Die Fischerin vom Bodensee“ , „Fliege mit mir in die Heimat“…. Bisschen kitschig und nicht jedermanns Sache, aber romantische Anwandlungen könnte man schon bekommen, wenn man da oben steht.

Man könnte jetzt auf einem andern steileren Weg wieder zurück gehen oder einen Umweg über Lochau machen und dem See entlang nach Hause gehen. Mich zieht es fast immer noch fünf Minuten weiter hinauf in das Gasthaus Seibl. Früher ein Geheimtipp, seit dem Umbau etwas zu oft weitergegeben, ist er besonders bei schönem Wetter einen Aufenthalt wert – nicht nur weil der Gastgarten einen atemberaubenden Blick bietet, auch weil Hunde und Kinder und überhaupt alle Gäste herzlich willkommen sind. Auf das Essen muss man manchmal etwas warten, aber es gilt ja auszuschnaufen.

Wer dann will, kann weiter auf den Pfänder gehen – das steilste Stück ist geschafft – und sich mit der Pfänderbahn ins Tal bringen lassen.

Die Website des Gasthauses ist derzeit nicht erreichbar. Reservierungen bei guten Wetter sind dennoch sehr empfehlenswert: +43 5574 43 3 40