Zwischen Mond- und Sonnenuntergang…

Der Mond ist momentan sehr nahe an der Erde und größer als sonst –  und  er verabschiedet die Nacht bilderbuchmäßig in den See hinein. Ein wunderbarer Start in den Tag. Die Sonne steigt jeden Tag ein bisschen höher und während sie im Dezember in den Schweizer Bergen hinter der Linde (die netterweise im Winter kein Laub hat) verschwindet, rückt sie jetzt immer weiter Richtung See und schon bald wird sie wieder mit Farbenspektakel in den See tauchen.

Grüße vom See

Günstig essen zum Lunch

Ob das immer schon so war, oder ob es sich in den letzten Jahren immer moderner geworden ist, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist:  Die Einheimischen lieben Gasthäuser: Am Vor- oder Nachmittag sind es Seniorinnen und Senioren, die nach einem Morgenspaziergang einen Kaffee oder ein Glas Sekt zur Beseitigung des niedrigen Blutdrucks zu sich nehmen, Geschäftsleute, die im Kaffeehaus ein erstes Geschäft anbahnen, oder  Hausfrauen, die eine kleine Pause machen. Und auch am Abend trifft man sich lieber auf ein Glas Wein in einem der vielen Gasthäuser als daheim.

Am Mittag sind viele Restaurants begehrt, weil sie günstige Menüangebote anbieten.  Während aber in den Sommermonaten sowieso alles voll ist, trennt sich in den Wintermonaten die Spreu vom Weizen: Manche Gasthäuser sind ziemlich leer und andere immer noch so voll, dass sich eine Reservierung empfiehlt.

Ich war gestern nach einem Winterspaziergang in der Bühne 3 und so angetan, dass es mich zu einem Blogeintrag animierte. Im Sommer ist es  noch schöner, da kann man unter Sonnenschirmen vor dem Festspielhaus sitzen, Touristen flanieren sehen und den einen oder andern Künstler am Nebentisch erkennen. Aber es ist auch jetzt sehr angenehm, nicht unbedingt wegen der Einrichtung – schöne lange Bar, ansonsten recht viele Tische, meist gut besetzt – aber wegen des schnellen freundlichen Services, der (meist) guten Qualität und nicht zuletzt wegen des Preises: Das Menü mit Suppe oder Salat und einem Hauptgang (zwei Angebote zur Auswahl) kostet acht Euro. Das ist für das recht hochpreisige Bregenz und der schönen Lage perfekt, finde ich. Außerdem ist die Bühne drei einen schönen Spaziergang am Seeufer entfernt, gerade richtig, um den sich Appetit zu holen. Ab Februar tut sich auch auf der Seebühne um die Ecke schon einiges und es ist spannend zu sehen, was da entsteht.

Es gibt natürlich viele Restaurants, die ein preisgünstiges Menü anbieten) hier stehen jene, die ich gerne selbst besuche (Reservierung empfehlenswert):

 

 

 

Auf Kunst einlassen

Es gibt Gäste, die extra deswegen hierher kommen, aber viele haben noch nie davon gehört, dass Bregenz auch in Sachen Kunst etwas ganz Besonderes zu bieten haben: das Kunsthaus Bregenz.

Es ist auch von außen ein sehr spannendes Gebäude, besonders in der Nacht spielt es die unterschiedlichsten Stückln. Wer beispielsweise im letzten Sommer da war, konnte Baghira, Balu und Shir Khan über die Wand huschen sehen, meist zeigt sich die Glasfront eher mit farbigen Lichtspielen.

Wie wäre es damit, auch einen Schritt ins Innere des Hauses zu wegen,  vielleicht wenn das Wetter nicht so perfekt ist –  einmal moderner Kunst eine Chance zu geben. Wer weiß schon, was so ein Besuch im Kunsthaus mit dir macht? Möglicherweise wird etwas ganz Neues in dir angestoßen.

Ich gehe gerne für ein paar Stunden da hin, wenn wieder eine neue Ausstellung ist, mir tut es aber gut, wenn ich bei einer Führung mitgehe. Das würde ich für einen ersten Besuch auf jeden Fall empfehlen. Termine und aktuelle Ausstellung auf der Homepage:

Externer Link:  Kunsthaus Bregenz

(Das Beitragsbild stammt aus einem Video von Ed Atkins, dessen Ausstellung gerade eröffnet wurde)

 

 

 

Schnee – juchhe

Endlich hat es geschneit. Und wieder einmal bin ich dankbar an diesem wunderschönen Platz zu wohnen.

Zugegeben, die berühmten großen Schigebiete wie der Arlberg und das Montafon sind nicht direkt vor der Haustüre – aber weit weg sind sie auch nicht. 🙂 In den letzen Tagen sind dort riesige Schneemengen gefallen, die Lawinengefahr ist enorm, Lech und andere Orte sind von der Außenwelt abgesperrt. Hier am Bodensee lebt es sich ungefährlich und das Schlimmste das passieren kann, passiert sehr selten:  dass du mit dem Auto die 200 m bis zum Haus nicht fahren kannst. Dann kann man als Ausgleich durch wunderschönen, frischen Schnee stapfen und später mit der Bahn auf den Pfänder und mit der Rodel herunter.

Wenn du also nicht schon deine perfekte Winterdestination gefunden hast, ist Bregenz ein perfekter Ort um verschiedene Gebiete kennen zu lernen. Im Umkreis von etwas mehr als einer Stunde Fahrzeit finden sich der  weltberühmte Arlberg und kleine, feine Gebiete wie das Bödele. Oder du versuchst dich mit Langlaufschiern im vorderen Bregenzerwald.

Und das Beste: Du kannst ohne Sorgen deinen Apres-Ski-Drink genießen, denn fast alle Orte lassen sich stressfrei mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Ich helfe dir gerne bei der Planung. Schiausrüstung kann man in allen Schigebieten mit Ausnahme des Pfänders ausleihen.

Du kannst also ganz bequem am Abend die Wettervorhersage und die Livebilder mit der Schneelage durchforsten und dann entscheiden was am kommenden Tag passend ist (und wenn es stürmt und regnet bleibst du einfach hier, machst Kulturprogramm ….oder Wellness …..oder auch gar nichts.

Voilà – hier also meine kleine Favoritenliste – wird noch erweitert:

Der Pfänder

mein Hausberg. Fast immer, wenn es im Winter im Tal regnet, wird der Pfänder mit einer Schneehaube beschenkt.  Man kann zumindest mit passendem Schuhwerk durch den Schnee stapfen, ein paar Schneebälle werfen, rodeln – und vielleicht die Wintersonne ins Gesicht scheinen lassen.  Es gibt nur zwei kleinere Lifte, aber in richtig schneereichen, kalten Wintern kann man fast bis in die Stadt abfahren.
externer Link: Der Pfänder,

Das Arlberggebiet

Sicher das mondänste Schigebiet in der Umgebung, aber auch ein sehr sportliches mit leichten bis sehr anspruchsvollen Abfahrten, Schikurse bei denen auch ausgezeichnete Schifahrer noch mit Tiefschneeabfahrten gefordert werden.
Lech und Zürs liegen auf der vorarlberger Seite, hier urlauben viele prominente Menschen wie die holländische Königsfamilie, hier sind die schönsten Hotels, hier ist alles ein bisschen teurer. Mit privatem PKW eine etwas anspruchsvolle Anfahrt für Leute die Passfahrten nicht so gewohnt sind.
Auf der anderen Seite des Arlbergtunnels lockt St. Anton mit ebenso schönen Pisten, die Gäste sind eher jünger, gelegentlich auch lauter. Hierhin kann man mit dem Zug direkt in den Ort fahren und die Lifte sind ein paar Gehminuten entfernt.
externer Link:  Der Arlberg

Silvretta Nova Gebiet

Tolles, weitläufiges Schigebiet im Montafon, fast immer mit dem Auto leicht erreichbar, Fahrzeit etwa eine Stunde, allerdings muss man an schönen Schitagen mit Stau rechnen. Auch hier bietet die Bahn eine entspannte Alternative.

externer Link: Montafon

…….. kommt noch…..

 

 

Beziehung genießen

Es gibt ja schon einige Dinge, die man mit einem lieben Menschen machen kann. Ich empfehle euch heute ein richtig feines, gemütliches Essen, eines das wenig Vorbereitung benötigt, ein bisschen romantisches Feuerchen bietet und vieeeeel Zeit für gute Gespräche, um Zweisamkeit zu genießen: ein Käsefondue. Versucht es, auch wenn es nicht am Bodensee erfunden wurde, gibt es hier die wichtigste Zutat: hervorragenden, frischer Käse.

Das benötigte Geschirr bekommt ihr auf Anfrage gerne von mir, wenn ihr mögt auch alle Zutaten zum Selbstkostenpreis:

  • gute Käsesorten, richtig gemischt
  • Weißwein, vielleicht ein Gläschen Kirschbrand, Knoblauch
  • frisches Weißbrot mit Kruste
  • (Birnenstückchen, Trauben, Essiggurkerln… nach Geschmack)

Streichelt die Seele übrigens bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Probiert es aus.

der Herbst, der See und du

Der See gehört dir in diesen herbstlichen Tagen.  Manchmal ist ungetrübter Sonnenschein und die Blätter heben sich fast knallig ab vom Blau des Himmels, an anderen Tagen aber hängen Nebelfetzen über dem See.

Die Spazierrunde in Lochau, vom „Schwarzbad“ zur Landesgrenze  (und wenn man will auch auf der deutschen Seite)  ist zu jeder Jahreszeit schön, aber jetzt hat sie etwas Meditatives, je nach Wetter auch Mystisches, dem man sich nicht entziehen sollte. Die Touristen sind wieder zu Hause bei ihrer Arbeit und dort wo im Sommer Kindergelächter und Badegewimmel herrschte, ist es jetzt fast menschenleer und wunderbar still.

Vielleicht magst du den warmen Tee danach daheim in der warmen Wohnung genießen. Du kannst dich aber auch im Hotel am Kaiserstrand aufwärmen.  Bei ganz schlechtem Wetter empfiehlt sich das Day-Spa, das auf Anfrage auch für externe Gäste angeboten wird.

Du könntest auch noch ins Dorf Lochau bummeln. Die Auswahl an Geschäften hält sich sehr in Grenzen, aber seit einigen Monaten gibt es den Platzhirsch, ein hübsches Kaffeehaus, das sich zum Treffpunkt vieler Einheimischer entwickelt hat.

Externer Link:

Hotel am Kaiserstrand

Cafe Platzhirsch

 

Sau Wohl

Gestern war ich wieder einmal auf Yak-Halden. Das ist ein wunderbarer Ort, wo Tierwohl nicht auf Verzicht von Antibiotika und Genfutter beschränkt ist. Ich war heuer im Sommer zum ersten mal dort und habe ganz begeistert gesehen, wie „sau wohl“ im wahrsten Sinne des Wortes sich die Schweine fühlen, wenn ihr Gehege groß genug ist für einen Spaziergang und sie den luftig überdachten Platz nur nützen, wenn ihnen danach ist.

Ich möchte euch, liebe Gäste, einladen, den Hof einmal zu besuchen. Das ist kein Schaugarten und kein Streichelzoo, Yak-Halden ist einfach ein Bauernhof, wo Mensch, Tier und Pflanzen gut miteinander und voneinander leben. Es gibt eine Yak-Herde, zwei Strauße spazieren herum, die Hühner scharren fröhlich im abgesicherten Gehege, Blumen wachsen im Bauerngarten, der Blick über Lochau und den Bodensee ist einmal mehr berührend –   und wenn dann noch die Sonne scheint, könnte man meinen, die Welt wäre in Ordnung.

An ein oder zwei Tagen wöchentlich ist der Hofladen offen. Kauf das, was es gerade gibt: ein paar Eier vielleicht oder Yak-Landjäger, jetzt im Herbst einen frischen Süßmost… etwas wirst du finden. Und dann gehst du nach Hause und genießt eine spezielle Qualität von Lebensmittel.

Für Wanderbegeisterte gibt es einen eineinhalbstündigen Weg direkt vom Haus, den ich dir gerne beschreibe. Man kann auch mit dem Auto… 😉

externer Link: Yakhalden

Beitragsbild mit freundlicher Genehmigung von Yakhalden

Lust auf Bregenz

Das Titelbild von heute hätte eigentlich zum Blogeintrag vom 9. November gehört. Es stammt nicht von mir und es hat ein paar Tage gedauert, bis die Erlaubnis zur Verwendung kam.

Das Bild stammt von Christiane Setz von Bregenz-Tourismus. In ihrem Facebookauftritt finden sich immer wieder Fotos, die mich begeistern und dankbar machen dafür, an einem so einer wunderbaren Ort wohnen zu dürfen.

Und weil die von Bregenz-Tourismus neben den klasse Bildern auch genau wissen, was gerade läuft in der Gegend, sei deren Facebookpräsenz allen meinen gegenwärtigen und zukünftigen Gästen ans Herz gelegt.

externer Link: Visit Bregenz

Wanderung auf den Haggen

Wunderbar warme Föhnstimmung – ich habe meine kleine Lieblingswanderung genossen. Fast direkt beim Haus kann man in den Wanderweg auf den Haggen einsteigen. 

Der Weg ist in vielerlei Hinsicht besonders. Wenig begangen führt er durch ein Stück sehr naturbelassenen Waldes,  vorbei an wenigen bemerkenswerten Villen, einem bemoosten Miniwasserfall, umgefallenen Bäumen, großen Steinen, die vor langer Zeit vom Pfänder herunter gedonnert sind.

Du findest aber auch Reste der alten Befestigungsmauer von Bregenz. Zwei  Tafeln erzählen davon, dass hier die Schweden Bregenz erobert haben. Viel Blut ist damals geflossen. 

Wenn man aus dem Wald heraus kommt, tut sich einmal mehr ein wunderbarer Blick über den Bodensee auf und man kommt an dem Platz vorbei, an dem Gerhard Winkler gelebt hat. Den Namen kennt man vielleicht nicht, wohl aber seine Kompositionen: „Die Fischerin vom Bodensee“ , „Fliege mit mir in die Heimat“…. Bisschen kitschig und nicht jedermanns Sache, aber romantische Anwandlungen könnte man schon bekommen, wenn man da oben steht.

Man könnte jetzt auf einem andern steileren Weg wieder zurück gehen oder einen Umweg über Lochau machen und dem See entlang nach Hause gehen. Mich zieht es fast immer noch fünf Minuten weiter hinauf in das Gasthaus Seibl. Früher ein Geheimtipp, seit dem Umbau etwas zu oft weitergegeben, ist er besonders bei schönem Wetter einen Aufenthalt wert – nicht nur weil der Gastgarten einen atemberaubenden Blick bietet, auch weil Hunde und Kinder und überhaupt alle Gäste herzlich willkommen sind. Auf das Essen muss man manchmal etwas warten, aber es gilt ja auszuschnaufen.

Wer dann will, kann weiter auf den Pfänder gehen – das steilste Stück ist geschafft – und sich mit der Pfänderbahn ins Tal bringen lassen.

Die Website des Gasthauses ist derzeit nicht erreichbar. Reservierungen bei guten Wetter sind dennoch sehr empfehlenswert: +43 5574 43 3 40

Wir haben Wetter

Heute kein See.

Hinter der grauen Wand vor meinem Fenster hätte alles Mögliche sein können heute Vormittag. In der Nähe von Gewässern ist das gerade im Herbst immer wieder der Fall. Wetter kann man nicht kaufen, wie gut!

Die Gäste in der Wohnung haben den Nebel genutzt um gaaanz ausgiebig zu frühstücken. Sie hätten aber auch die Webcam vom Pfänder anschauen können und wären dann wohl ganz schnell hinauf gefahren, hätten dieses ganz besondere Erlebnis genossen, wenn die Bahn plötzlich aus dem Nebel heraus gleitet und der Himmel so blau und strahlend scheint. Und dann hätten sie in der klaren Morgensonne den Blick über das Nebelmeer genossen.

Bald danach hat sich der Nebel dann auch im Tal gelichtet um einem wunderbar warmen Herbsttag Platz zu machen. Ein bisschen dunstig ist er der See und es sind schon viel weniger Boote als im Sommer.

Und der Sonnenuntergang wird sicher wieder ein ganz besonderer sein.

Externer Link: Webcam Pfänder