Auf dem Wasser

Sicher hast du sie schon vom Balkon aus gesehen, die Standup-Paddler, die da entspannt in der Sonne stehen. Du kannst das auch!  – Okay, ich habe das nie probiert, aber es soll wirklich sehr leicht sein. Am Lochauer Seeufer beim Hotel Kaiserstrand (2 km von hier) gibt es einen Schnupperkurs und wenn es dir Spaß macht, auch längere Kurse oder du kannst so ein Ding auch ausleihen. Versuch macht klug. Wenn du schon Erfahrung hast, mach doch mit bei der Sonnenuntergangstour jeden Freitag Abend.

Hier das Angebot von Ländele-SUP

Was ich sehr wohl probiert habe – sowohl mit fröhlichen 18 Jahren als auch ein paar Jahrzehnte danach – Tretbootfahren. Man glaubt es nicht, aber es ist wirklich entspannend, gemütlich, lustig, meditativ, ein Spaß, und es trainiert die Beine. Die sympatischen Boote findest du nach dem Hafen in Bregenz wenn du Richtung Festspielhaus bummelst.

Dann hätte ich auch noch eine Empfehlung für Leute, die gerne Natur mögen: Kanufahren im alten Rhein. Wer es noch nicht weiß: Der mächtige Rhein, der im Norden Deutschlands ins Meer fließt, verbringt seine Jugend bei uns als Grenzfluss zwischen Österreich und der Schweiz. Auch wenn er hier ziemlich klein ist, musste er doch reguliert werden und der „alte Rhein“ ist ein gemütlicher Nebenarm. Hierfür musst du dich allerdings anmelden, schau einfach auf die Homepage. 

www.canyoning-team.com

…und nun habe ich beim Heraussuchen der Links gerade noch etwas Interessantes entdeckt, schau das vielleicht auch noch an:

https://www.bewegend.com/

Wie wird das Wetter?

Der österreichischen Wettervorhersage haben die Bauern schon vor meiner Generation nicht getraut – die deutsche und schweizerische Grenze sind schlicht viel näher als unsere Hauptstadt Wien, die eher vom östlichen, trockenen Klima beeinflusst wird. Und auch die Bregenzer Festspiele haben sich viele Jahre von Wetterwarten aus der Züricher Gegend beraten lassen, wenn es darum geht, ob man trotz dunklen Wolken mit dem Spiel auf dem See anfangen soll oder besser noch eine halbe Stunde warten, oder…

Obwohl sich in den letzten Jahren viel getan hat, vertraue ich, so wie viele meiner Bekannten,  eher einer App aus der Schweiz, wenn wir wissen wollen ob wir für den Hock mit Freunden drinnen oder draußen decken sollen, den Grill anwerfen oder den Herd. 

Wettervorhersage Schweiz (und Bregenz 😉 )

Gibt es auch als App für alle Handyarten und nennt sich MeteoSwiss

Unvergessliche Zeit

Ja, ich glaube auch, dass diese letzten Monate unvergessen bleiben. Und ich freue mich, dass das die Leute vom Kunsthaus beweisen, dass sie wirklich aktuelle Kunst zeigen. „Unvergessliche Zeit“ steht in der Einladung zur Eröffnung am 5. 6.

Auch diese Eröffnung wird unvergessen bleiben, weil so vieles anders ist als bisher.

externer Link: Kunsthaus Bregenz

Corona

Eine seltsame Zeit liegt hinter uns: Der Frühling ist da, die Natur erwacht, die Tage sind länger und die Sonne scheint meist aus wolkenlosem Himmel. Und trotzdem ist alles anders als sonst: fast keine Autos unten an der Straße, kein Boot auf dem See, Geschäfte zu, kein Aperol mit Freunden am Balkon oder in der Stadt. 

Es ist gut auszuhalten hier, viel zu tun rund ums Haus, auf den Spazierwegen kann man sich ausweichen, lächelt sich freundlich zu. Auch wenn vieles unheimlich, unberechenbar ist: Ich kann diese Zeit auch genießen, vieles mehr schätzen, staune auf wie viel ich sehr leicht verzichten kann.

Seit ich hier wohne, freue ich mich über den weiten Blick über den Bodensee und die imposanten Abschiede der Sonne. Aber in diesen Tagen noch ein bisschen mehr. Es beruhigt, dass die Welt nicht ganz aus den Fugen geraten ist.

Ich denke, jetzt ist die Zeit gekommen, die Wohnung wieder für nette Gäste zu öffnen. Man ist hier sehr geschützt, nach dem Gittertor erwartet einen die coronafreie Zone. Auch wenn  Verkehrsgeräusche wieder ein bisschen zum Balkon dringen, ist es ein mediativer Platz. Es gibt Spazierwege, den nahen See … und die Geschäfte in Bregenz öffnen behutsam wieder.

Ich freue mich auf euch.

 

Ein Abgrund zum Genießen

Gestern war die Kamera auf dem Skywalk am Karren defekt, sonst wäre jetzt ganz bestimmt ein „Selfie mit Abgrund“ von uns hier zu sehen. So muss es ein Bild dieses 12 m langen Steges tun, der unter dem Panoramarestaurant über die Felskante des Karrens hinaus ragt. Allein schon wegen dieses atemberaubenden Blickes sei dieses Ausflugsziel empfohlen. 

Aber schon die Fahrt mit der relativ kleinen Gondel ist ein Erlebnis, die Architektur der Bergstation ist sehenswert, das Restaurant bietet nicht nur ein einzigartiges Ambiente, sondern auch recht gute Qualität. Deshalb sieht man am Mittag dort neben einheimischen „Ausflüglern“ und Touristen auch Menschen im Business-Look. Geschäftsleute, die ihren Partnern etwas Besonderes bieten wollen, laden nämlich gerne dorthin  zum Lunch ein. Das Angebot gilt natürlich für alle, umfasst neben drei Gängen auch die Berg- und Talfahrt und kostete gestern 29 Euro. 

Es gibt auch die Möglichkeit, sich das Essen durch Wanderungen in unterschiedlicher Länge zu verdienen. Ein weiteres Highlight ist hier die Rappenlochschlucht.

Weitere Empfehlungen finden sich auf der Homepage der Karrenbahn, von wo ich auch das Bild entnommen habe.

externer Link: Karren Dornbirn

Marathon

Klar! Wenn du auf dem Balkon sitzt, bist du in Österreich. Aber wenn du nach rechts schaust, siehst du die Insel Lindau in Deutschland. Und links, ein bisschen weiter entfernt, ist schon die Schweiz. Die Herausforderung ist es, diese Länder auch innerhalb weniger Stunden zu erobern. Zu Fuss.

Jeden Herbst gibt es ein tolles Angebot für mehr oder weniger Sportliche: der Dreiländermarathon. Der Tag beginnt mit einer Schifffahrt von Bregenz nach Lindau, geht weiter mit einem Lauf über zwei Landesgrenzen und endet mit einem Einlauf unter großem Applaus in die Festspieltribühne. Nein, natürlich endet es mit einem gemeinsamen Fest, das du dir verdient hast, egal ob du den vollen oder den halben Marathon gelaufen bist, oder 10 km… oder ob du zu den begeisterten Zusehern gehört hast.

Meine Gäste heuer sind extra aus Irland angeflogen, das Wetter war nicht der Hammer…. aber sie waren begeistert.

Man kann sich übrigens schon für 2020 anmelden

Externer Link

Drei-Länder-Marathon

Mehr Impressionen und Anmeldemöglichkeit

Säntis

Auch wenn man vom Seeblick hier aus dem Fenster nie genug haben kann: Oben am Säntis zu stehen und über die Bergwelt bis zum Bodensee und zu schauen ist schon ein sensationelles Erlebnis – und man könnte zu der Überzeugung gelangen, dass so manche Ängste und Sorgen kleiner sind als manchmal angenommen. Allerdings sollte man sich einen klaren, sonnigen Tag dafür aussuchen.

Für weniger fitte Menschen empfiehlt sich die Seilbahn, nicht ganz preisgünstig, aber wenn man sich einen Platz am Fenster ergattert hat, kann man entspannt zuschauen, wie der Blick immer weiter wird.

Mein Sohn hat sich letzte Woche zusammen mit einem Freund den Ausblick zu Fuß verdient und ist total begeistert zurück gekommen und hat tolle Fotos mitgebracht. Seine klare Empfehlung: Wer über eine gute Kondition und ordentliches Schuhwerk verfügt soll sich auf diese Eroberung einlassen. Er hat 2,5 Stunden gebraucht, „outdoraktiv“ gibt etwas mehr als drei Stunden an.

Externe Links:

Beschreibung Wanderroute

Bergbahn Säntis

 

 

Spätsommer? Frühherbst?

Egal wie man dazu sagen möchte, es ist wiedereinmal wunderschön hier.

Es ist ruhiger geworden in der Stadt, aber wenn man vom Haus aus zum Seeufer hinunter schaut, stellt man fest, dass die Freiflächen auf dem Rasen zwar größer geworden sind, es aber noch viele Sonnenbader gibt und auch Hartgesottene die weit hinaus schwimmen.

Für mich ist jetzt eher die Fahrradzeit angebrochen. Gestern war ich mit einer Freundin beim Bootshafen in Lochau und habe von der „alten Fähre“ aus den Sonnenuntergang bewundert. Es gibt dort zwar nur Kleinigkeiten zum Essen, aber  ich mit einer Protion Süßkartoffelpommes und einem weißen Spritzer läßt sich wunderbar in den Sonnenuntergang hinein philosophieren.

Schöne Grüße vom See